Performances

In den Klüften ihrer Autos performen Veronika Haller und Julia Hainz die Sehnsucht nach Berührung. Auf der Suche nach Love und doch verkrochen in den Karosserien ihrer Verletzlichkeit bewegen sich die Körper zum Rhythmus des Soundtracks. Link zum Livestream

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Hochschule für Gestaltung Offenbach strahlt HfG-TV Trend eine Sondersendung aus. Eure Lieblinge Ursula Matthis und Paula Chang stehen schon in den Startlöchern, um euch von Expert:innen auserlesene Kunstwerke von Alumni und aktuell Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach vorzustellen und zu verkaufen. Außerdem können Sie sich auf zwei Überraschungsgäste freuen, also bleibt gespannt und schaltet ein, live im Recording Room! Link zum Livestream

Divinität ist die Erlaubnis, um Einlass zu finden. Auch ich halte denselben barmherzigen Blick, ich brauche noch immer einen Übergang. Dann lasse ich die Transition zu. Unter dem stillen Schal auf der Nasenspitze, dasselbe Gesicht, mit Rouge getönt. Segnender Fluch und verfluchter Segen. Die Glocke läutet an der Grenze zwischen den Tagen – Cinderella? ⸮Cinderella? ⸮Cinderella?‽ Link zum Livestream

Lisa Nürnberger zeigt eine Performance, die sich aus Aktionsmalerei und eigens produzierter elektronischer Musik aus dem Genre Techno/House bildet. Diese Kombination verbindet die beiden Vorlieben der Künstlerin und präsentiert diese erstmals gemeinsam. Der Titel der Arbeit Synästhesie steht für die Vermischung eigentlich separater Sinneswahrnehmungen. Die Ästhetik der Malerei und der Musik ist farbintensiv und einfach gehalten. Lisa Nürnbergers Produktionen lassen sich als rasant, eigen und humorvoll beschreiben. Link zum Livestream

Barnabas Vollmar baut Klangobjekte, um deren Ton mit Oberflächenmikrophonen abzunehmen. Wenn wir Musik hören, kommt der Klang meistens aus Kopfhörern oder Lautsprecherboxen. Uns ist nicht bewusst, wie die einzelnen Töne erzeugt werden. Man nennt dies akusmatisches Hören: das reine Hören, woher ein Klang kommt. Barnabas Vollmars Soundinstallation versucht, dies umzukehren: Gezeigt wird, wie die elektronischen Klänge entstehen, aus einfachen Tönen wird eine komplexe, emotional erfahrbare Soundscape geschaffen. Ausgangspunkt für die Soundarbeit sind für den Künstler vor allem alltägliche Schwingungen und Geräusche, die in unserer Berührung mit den Gegenständen in unserer Umgebung entstehen – und wie diese uns in der Erfahrung ganzheitlich körperlich erfassen. Die Soundinstallation wird nach der Live-Performance bis zum 17. Mai bestehen. Link zum Livestream

Wie wirken Performance und Angewandte Kunst zusammen? Sie treffen sich dort, wo Produkte hergestellt werden, um Performances aufzuzeichnen, diese Aufzeichnungen zu vervielfältigen und schließlich dem Fluss der Bilder hinzuzufügen, der uns auf unseren Endgeräten überströmt. »15 Minuten Ruhm« und »Jeder Mensch ein:e Künstler:in« sind die pervertierten Ideale einer Generation, die ohne Medialisierung kein Selbstverständnis mehr hat. Trotzdem ist die Hoffnung auf Rohstoff noch nicht aufgegeben, das nomadische Objekt klammert sich an die Produktionsmittel, sucht nach dem Knopf der Erlösung, der Klarheit liefert, dem Drücker, dem Stöpsel, dass es aufhört, bis es Sinn macht oder sublimiert ist, wenigstens. Gleichzeitig sich selbst zu produzieren und dabei auch noch authentisch zu sein, ist anstrengend. Deshalb halten wir eine Woche lang die ganze Zeit drauf, bis es keinen Unterschied mehr gibt, ob wir aufgezeichnet werden oder nicht. In unsere Doppelfunktion als Performer:innen und Producer:innen im Recording Room sind wir gleichzeitig Überbringer:innen und Teil der Vision selbst. Den Betrachter:innen am Bildschirm wird ein dauerhaftes Making Of eines Making Ofs geboten – zu einer Produktion, die nie anders erscheinen wird. Die Dauerperformance wird bis 31. Mai täglich stattfinden und, sofern es die Auflagen zulassen, auch für Besucher vor Ort zu erleben sein.

Begleitet durch eine Website von Metro 1011: http://1011thoughts.com

Ein Baum, eine Säule, eine Blume, ein Rohr wachsen quer durch den Stream. Laufend dringen andere Streams in unseren Stream ein und koexistieren mit seinen Teilen. Alles ist unmittelbar Schachtel, Dosennahrung und Ausscheidung. Da es keine Oberfläche mehr gibt, verfügen das Innere und das Äußere, das Behältnis und der Inhalt über keine präzise Grenze mehr und versinken in einer universellen Tiefe oder bewegen sich im inneren Kreis einer in dem Maße immer verengteren Gegenwart, je mehr sie vollgestopft wird. Daher diese sch******** Art und Weise, den Widerspruch zu leben: sei es in der tiefen Spalte, die den Stream durchzieht, sei es in den zerstückelten Teilen, die sich verschachteln und herumwirbeln. Sieb-Stream, zerstückelter-Stream und abgetrennter-Stream bilden die drei ersten Dimensionen des sch********** Streams. Gilles Deleuze, Logique Du Sense

Regie: Luca Ganz, mit Jonas Koroschetz, Elisa Deutloff, Jakob Diekmann, Yannick Brenden, Mario Mentrup und viele Gästen.
Website: Metro1011, mit Musik von Joel Schwander und Collagen von Hyung Song
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Eine Séance, in der sechs Frauen an einem Tisch Vergangenheit und Zukunft beschwören.
Sie sprechen nicht mit Geistern, sondern mit Geschichten aus dem eigenen Fleisch.
Der zu Fleisch gewordene Mythos, die Archetypin, die Hure und die Heilige. Die Unterdrückte, Geliebte und Gehasste. In einer Suche nach Vereinigung. Die Zusammenkunft zwischen Erinnerung und epigenetischen (Un-)Bewusstseins. In einer Gegenwart irgendwo zwischen Diaspora und Heimat.
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Der Ausdruck Ashik geht auf das 13. Jahrhundert zurück und bedeutet »Liebe« oder »Liebeskummer«. Ashiks sind volkstümliche Poet:innen, die durch Anatolien reisen, ihre Gedichte singen und verbreiten. Die Bezeichnung steht ebenso für das Selbst und einen Weg, mit Problemen und Gefühlen im Moment umzugehen. In der mündlichen Überlieferung heißt es: »Worte in Bewegung«. Viele dieser Dichter:innen waren zwei- oder mehrsprachig und repräsentieren somit die ethnisch vielfältige Region des östlichen Anatoliens.

Dost dost diye nicesine sarıldım
I expected for many people to be real friends
Benim sâdık yârim kara topraktır
My faithful beloved is black soil
Beyhude dolandım boşa yoruldum
I wandered around with no end, I got tired for nothing
Benim sâdık yârim kara topraktır
My faithful beloved is black soil
Sineye çekip de ağlamadık mı
Didn’t we accept and cry?
Susturdular heykel olduk büst olduk
They made us silent sculptures
Töre namus dedi cana kıydılar
They killed us for honor
Acıyla yaşadık dertle dost olduk
We lived with pain and made friends with worry.

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Worship Ain’t No Lie ist ein Sound- und Videoprojekt über die Abgründe der Angst und der allgegenwärtigen Wahrheit. Die Angst verfolgt uns wie ein Schatten. Eine Gestalt, die uns jagt, vor der wir versuchen zu fliehen. Auf diesem Weg stehen wir im ständigen Dialog mit uns selbst. Bleiben wir stehen und lassen die Angst zu, begegnen wir der inneren Zerrissenheit – doch hier scheinen die Grenzen zwischen den Realitäten zu verschwimmen bis sie sich gänzlich auflösen: Ein befreiendes Gefühl, der direkteste und intensivste Weg die Angst zu überwinden, ist durch sie hindurch.
In Worship Ain’t No Lie hören wir einen Herzschlag, als vermeintliche Konstante, durchzogen von Brüchen, die die düstere, verkehrte Welt in uns andeuten, mit der wir konfrontiert sind. Basierend auf dem Drama Taipei Is Calling (2019) und dem Song Worship Ain’t No Lie entstand der gleichnamige Kurzfilm in Zusammenarbeit mit dem Videokünstler und Fotografen Oliver Zeidler. Gedreht wurde er im Oktober und November 2020 in Frankfurt am Main. Link zum Livestream

It was a ship.
It was heart shaped.
That brought us here together.


Stellen sie sich vor: Sie betreten einen Saal oder einen Garten oder eine Streuobstwiese. Der Himmel scheint sich nicht recht entscheiden zu können, die Luft ist lau, das Licht abwechselnd gleißend kühl und dämmrig warm. Sie zwängen sich an Ästen vorbei, um sich in der Mitte zu treffen. Dort kommt ein ganzes Gestrüpp zusammen, das knisternd Feuer fängt und in unsere Gesichter flackert. Kriechtiere wie Gestalten bewegen sich emsig auf und ab. Ihr Gesang vermischt sich mit dem Geruch der Weidenkätzchen und Herbstzeitlosen.
Voilá, ein kleines Geschichtlein über das Warten und das Lieben vielleicht. Alle wärmen sich und singen dabei, rauchen Shisha und fragen, wer sie sieht. Sie werden in ihren Kreis aufgenommen und verlassen ihn mit wässrigen Augen kriechend. Groovy Smoothie bewegen sie sich zum Rhythmus! Schwingen sie ihre Hüfte! ...ihr Pferd tut es schon...
Fantasievolle Abenteuerreise ins Innere – (Treten Sie näher)
Riecht nach... Absolut (eF U eN)
Eine Projektion hinten, auf eine Wand, davor sind wir: Der Band. Und die Hecke. Link zum Livestream

Negoucé und Ozelot präsentieren ihre erste gemeinsame EP NGCXOZ#1. Ohne Unterlass brettern düstere 808s durch durchproduzierte Nächte, einsame Abende mit dem Laptop, No time off, grinden für den nächsten Hit, bis der Himmel grau wird über den Dächern der Stadt. Allzeit bereit, zu übernehmen, zelebriert das Duo Musik als Rohstoff für ein Leben ohne Prätention. Link zum Livestream

Find a secret spot in the cyberspace to hit me through the internet. Link zum Livestream

Gespräche und Vorträge

Kann der digitale Raum noch überraschen oder leiden wir alle schon an digitaler Fatigue? Die Ausstellung »Aus heutiger Sicht. Diskurse über Zukunft« hat eröffnet – digital. Dabei ist der digitale Raum der Ausstellung von Anfang an essentieller Bestandteil des Ausstellungskonzepts gewesen und alles andere als nur eine Präsenz im Netz. Jonas Deuter aus dem kuratorischen Team spricht über die Rolle des digitalen Raums, die Herausforderungen einer digitalen Ausstellung und deren Besonderheiten. Was macht einen digitalen Raum im Unterschied zum physischen aus? Ist die Zukunft der Kultur digital? Im Anschluss wird das EgoZen Kollektiv, das den digitalen Raum gestaltet hat, zu dessen besonderen Funktionsweisen befragt. Moderiert wird die erste Mittwochplattform von Felix Kosok. Link zum Livestream

Nur eines ist sicher: die Zukunft ist ungewiss. Dennoch müssen wir sie, »aus heutiger Sicht«, in den Blick bekommen. Zwischen den Stühlen der vielen erinnerten Vergangenheiten und der zahlreichen denkbaren Zukünfte stehen wir im Jetzt. Auch für die eigene Forschung stellt das Ankommen in der einen oder anderen »neuen« Normalität eine Herausforderung dar. Doktorand:innen der HfG Offenbach präsentieren aus ihren je individuellen Perspektiven, aus ihren Forschungsprojekten und Interessen heraus einen Blick auf die Zukunft, um die Diskurse über die Zukunft mitzubestimmen.

Einleitung: Prof. Dr. Marc Ries, Vorsitzender des Promotionsausschusses

Marian Rupp: Typo_grafische Figuration
Deborah Enzmann: Zeichen der Zukunft – Emojis
Annie Kurz: Offline, Unplugged, Disconnected... Eine postphänomenologische Untersuchung von Absenz-Beziehungen zu Technologien
Tania Ost: Über den [Stellen-]Wert fotografischer Porträts in einem neuen Alltag
Ulrich Gebert: Realitäts-Check. Fotografie und unsere Wahrnehmung aus evolutionärer Sicht

Moderation: Felix Kosok

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Die Aufgabe von Szenograf:innen, ebenso wie diejenige von Architekt:innen, ist es, Räume zu denken und schließlich zu bauen. Wie aber, wenn man das Prinzip umkehrt und das Zurückbauen bewährter tragender Strukturen an den Anfang eines Neuen setzt? Sollte nicht jeder einmal über den Abbau, den Rückbau, das Dekonstruieren nachgedacht haben?
Die Säulen eines Museums tragen einen Kanon. Zugleich aber strebt das Haus, im besten Fall, danach, die Fundamente bei seinen Besucher:innen zu legen, um diese Setzung, Stockwerk für Stockwerk, in ihrer Fragilität – die sie gerade dann aufweist, wenn sie gut gebaut ist – zu hinterfragen. Und doch bleibt dieser spezifische Raum geprägt von Hierarchien, von Vorstellungen darüber, was drinnen und was draußen ist, was aufgebaut und eingegriffen, nicht zuletzt was unberührt bleiben soll.
Seit nahezu zehn Jahren bleiben die Innenwände der Originalarchitektur von Richard Meier im Museum Angewandte Kunst Frankfurt unangetastet. Jede Ausstellung schafft sich ihren Raum im Raum und stellt immer wieder neu die Frage nach der Um-Nutzbarkeit des Gebäudes, seiner Inszenierung und Dramaturgie. Gemeinsam mit einem Sprengmeister wird nun die Sprengbarkeit der Museumsarchitektur untersucht.

Die Veranstaltung rückt die installativen und textlichen Arbeiten im Rahmen von Die Kunst der Dekonstruktion in den MIttelpunkt und regt zur Vorstellung eines Abreißens der tragenden Strukturen im buchstäblichen wie übertragenen Sinne an – nicht aber als destruktive Geste, sondern in einem imaginativen Akt des Um- und Andersdenkens des scheinbar Festgebauten, Konstruierten, das noch immer Spielräume für alternative Bauweisen verborgen hält.
Moderation: Felix Kosok
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Das Reale simulieren oder das Zukünftige simulieren? Virtuelle Realitäten bieten das Potenzial, sowohl für Designforschung als auch Designpraxis Bestehendes ebenso wie Geplantes zu simulieren. Aber lohnen sich solche Simulationen, oder ist das nur teure Spielerei? Wieso simuliert man eigentlich? Wie werden virtuelle Realitäten in der Forschung und in der Anwendung eingesetzt und was haben diese mit Zukunft zu tun? Impuls-Beiträge und Diskussion sollen am Beispiel des Mobilitätsdesigns aufzeigen, wie die Zukunft mit Simulationen untersucht, geplant und gelehrt wird.

Beiträge von:
Karina Schäfer; EDAG Production Solution, Smart City Project
Pascal Tonecker; Director of CRYENGINE Enterprise Solution
Annika Storch; Studentin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
Dipl.-Des. Julian Schwarze; wissenschaftlicher Mitarbeiter am DML der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main

Moderation: Felix Kosok, Julian Schwarze
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Wenn Zukunftsdiskurse geführt werden sollen, muss sich der Tatsache gestellt werden, dass es auch gar keine Zukunft geben könnte. Jedenfalls dann, wenn wir in unserem Wirtschaften, Produzieren und Konsumieren weiterhin weder vor noch zurück oder um uns schauen. Es geht längst nicht mehr nur darum, in einem Stück aus dieser Pandemie herauszukommen. Sondern darum, Zukünfte zu verteidigen, die noch möglich sind.
Moderation: Jonas Deuter, Felix Kosok
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Winston Churchill already knew that one should “never miss a good crisis!”. Moments of crisis come to a head and make critical decisions necessary to avert a catastrophe. But where does the knowledge come from to be able to decide and act correctly? Who makes these decisions? And for whom?
If crises make one thing clear, it is that science, art and design must enter into a dialogue together with the public. The researchers of the Leibniz Research Alliance: Crises in a Globalised World entered into just such a dialogue with the students of the HfG Offenbach. The result was Making Crises Visible, an exhibition at the Senckenberg Naturmuseum that sought to cast new perspectives on the crises of this world beyond science.
Nicole Deitelhoff, Director of the Peace Research Institute Frankfurt, talks with Brigitte Franzen, Director of the Senckenberg Naturmuseum, as well as Felix Kosok, Stefan Kroll, Verena Kuni and Ellen Wagner, editors of the publication Krisen Sichtbar Machen (Making Crises Visible), about crisis research, science communication and interdisciplinarity. Afterwards, the publication Krisen Sichtbar Machen will be presented, which continues the dialogue between science, art and design. If nothing else, it is about the specific role of science in political, economic and ecological crises.
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Nur eins ist sicher: Die Zukunft ist ungewiss. Wie gehen wir nun mit unserem unzulänglichen Wissen über die Zukunft um? Und welche Rolle könnte die Kunst hierbei spielen, die in den letzten Jahren merklich an Diskurse um Wissen und Wissenschaftlichkeit herangerückt ist? Im Rahmen der Ausstellung Aus heutiger Sicht. Diskurse über Zukunft, in der Kunst- und Designstudierende mit ihren je unterschiedlichen Mitteln einen Blick in die Zukunft wagen, sprechen Juliane Rebentisch, Professorin für Philosophie und Ästhetik an der HfG Offenbach, der Kunsthistoriker, Autor und Kurator Tom Holert mit Ellen Wagner und Felix Kosok über ein mögliches Wissen der Künste, den Umgang mit Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft sowie die Möglichkeiten, improvisatorisch auf diese zu reagieren. Welchen Beitrag kann die Kunst zur Unsicherheitsbewältigung leisten? Und warum sollte sie das tun? Link zum Livestream

Studierende am Fachbereich Design der HfG fragten bewusst naiv nach interaktiven Produkten, die es erlauben Pflanzen besser wachsen zu lassen. Bereits das anmaßende Wort »besser« eröffnet Diskussionen über die Rolle von Design in der Gesellschaft und der Gesellschaft in der Natur. Als Service-Design*innen werden »Opportunity Spaces« eröffnet, um mögliche Produkte zu entwickeln: Als ›Rolle‹ möchte ich ›Ziel/Wunsch‹, um ›Nutzen‹ zu erreichen. Als tierische Lebensform sind pflanzliche Lebensformen Basis unserer Umwelt, unserer Nahrung und Atmung. Aber welche Rolle kann Design - und speziell auch digitales interaktives Design - spielen, um neue, tiefere und gesündere Beziehungen zu diesen symbiotischen Partnern unserer tierischen Lebensform zu finden?

Die Projektgruppe skizziert vier kleine pragmatische Antworten in Form von Services, Apps und physischen Produkten mit sich anschliessender Diskussion.

Mit Quanyi Cheng, Lucas Glittenberg, Morgana Hohenstein, Jun Jin und Weiying Li unter der Leitung von Prof. Sebastian Oschatz.

Für Teilnehmer*innen der Veranstaltung ist der Eintritt im Museum frei. Zur Teilnahme ist die Vorlage eines max. 24 Stunden alten Schnelltests, der Nachweis einer vollständigen Impfung oder der Genesung notwendig. Das Museum führt eine Anwesenheitsliste.

Specials

Live Online Performance, 60 min. Das digital avancierte Musik- und Performance-Künstler:innen-Duo BBB_ konfrontiert das Publikum mit utopischen und dystopischen Welten, in denen die Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Digitalen zu verschmelzen scheinen. Die Performance Songs of Cyborgeoisie löst die Performer:innen-Körper im virtuellen Raum auf, um sie als Avatare neue Formen von Performance erproben zu lassen. Eindringlich suchen BBB_ nach Wegen, unsere Vorstellungskraft für die Zukunft von technologisch-dystopischen Ängsten zu befreien. Aus der Perspektive verschiedener Verkörperungen künstlicher Intelligenzen erzählt die Performance von einer Zukunft, in der wir uns mit global vernetzten Entitäten auf eine Reise durch die Ängste und Hoffnungen der Wesen der Welt begeben. Sie spekulieren über ein co-evolutionäres Szenario, in dem sich Technologien, Menschen, Flora und Fauna im Dialog entwickeln – einander Raum zu geben, um zu heilen – oder sogar zu verschmelzen. Bis zu 20 Besucher:innen können an der virtuellen Live-Show mit interaktiven Avataren im online space teilnehmen. Weitere Zuschauer:Innen können der Live-Show online auch ohne eigenen Avatar folgen. Zur Partizipation wird einer der üblichen Web-Browser und ein leistungsstarker PC benötigt. Link zum Livestream

Im Rahmen des Neubaus der HfG Offenbach, für den demnächst ein Architekturwettbewerb ausgelobt wird, ist die Neugestaltung und Neukonzeption der Mensa eine Chance für die Hochschule, die eigenen Werte, das eigene Selbstverständnis anschaulich zu vermitteln. Der ehemalige Rektor Dieter Döpfner sprach 1970 bei der Neugründung von einer »Hochschule für Umweltgestaltung« mit dem »Ziel einer Humanisierung und Gestaltung der Umwelt«, das »auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und gestalterischer Experimente unter der Voraussetzung eines interdisziplinären Informationsaustausches« erreicht werden sollte. Genau hier setzt unsere Vision einer Mensa von morgen an. Denn eine Mensa ist ein Ort, um sich zu treffen, sich auszutauschen und aufzutanken. Hier begegnen sich Kunst, Design und Alltag sowie Studierende, Lehrende und interessierte Gäste jeden Tag aufs Neue. Als »Kunstkantine« verstanden, kann die Mensa einen Raum bieten, in dem Projekte vorgestellt und umgesetzt werden, die Einfluss auf den Alltag der Besucher:innen ausüben.
Über dieses Potential wollen wir diskutieren, es zeigen und erlebbar machen. Dazu finden Gespräche mit Expert:innen statt: zur Möglichkeit eine Mensa regional, vegan und nachhaltig zu betreiben, über das Potential der Mensa als soziale Skulptur in der Stadtentwicklung wie auch über die Möglichkeit, die Mensa als Werkstatt zu betreiben, die Studierende für Projekte nutzen können.
Moderation: Natalja Kreiter und Felix Bröcker

Das Lehrgebiet Film/Video wurde 1983 an der HfG Offenbach etabliert, nachdem bereits seit den 1970er-Jahren nichtinstitutionalisierte Seminare von Lehrenden wie Manfred Eisenbeis, Horst Erlitz und Werner Nekes angeboten worden waren. 1985 wurde Helmut Herbst als erster Professor an den Filmbereich berufen. Rotraut Pape folgte 2000. In nahezu 40 Jahren machten Studierende der HfG unzählige Kurzfilme aller Genres und vollzogen den Wandel vom analogen zum digitalen Filmemachen mit.

Die Ausstellung Aus heutiger Sicht veranlasst das Lehrgebiet Film sich mit Zukunftsszenarien in der Geschichte des Films an der HfG zu beschäftigen und mit der Einrichtung eines Archivs zu beginnen. Der Filmbeitrag zur Ausstellung erwächst aus dieser Auseinandersetzung. Die Zeitreise in die Vergangenheit ist dabei eine Methode, um Fragen zum Stand der Film-Dinge heute freizusetzen, Distanz zu akuten Krisen herzustellen und Fluchtpunkte in die Zukunft in Gesprächen zwischen verschiedenen Generationen von Filmschaffenden zu finden. Zurück zum Film vollführt dabei eine Bewegung zurück, um nach vorne zu schauen.

Das Symposium Zurück zum FilmFUTUR — Alte Zukunftsvisionen neu sehen findet Fr. 2., Sa.3. und So. 4. Juli statt. Jeweils stündlich gezeigte Filme und darauffolgende Gespräche bilden ein dichtes Programm aus sehr unterschiedlichen Filmen und Standpunkten. Zusammen ergeben sie ein fragmentarisches Bild, ein Mosaik der Vielfalt an Perspektiven und des Reichtums an Ideen.

Mit Filmen von Voxi Bärenklau/Martin Kirchberger, Eva Becker, Frank Bubenzer, Jonas Englert, Helmut Herbst, Pei-Chin Lee, Eva Münnich, Rotraut Pape, Marco Russo, Yaschar Scheyda, Tim Seger, Eva von Platen, Claus Withopf und anderen.
In Anwesenheit der Filmemacher:innen.

Kuratorium Lehrgebiet Film: Marie-Hélène Gutberlet, Pei-Chin Lee und weitere Studierende

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Führungen

Moderation: Irina Denkmann, Link zum Video

Moderation: Maria Sitte, Jonas Deuter, Link zum Video

Moderation: Ellen Wagner, Link zum Video

Moderation: Irina Denkmann, Link zum Video

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#24Off_lineDiskurse über Zukunft – Bernd Kracke, Matthias Wagner K