Scheitern
Institutionskritik
Video
Ksti Hu
Sound: Ixxf
Out the Mud

Die Videoarbeit Out the Mud zeigt den vergifteten Lebensraum eines Plüschwesens, eine sumpfartige Umgebung, in der Autowracks, Ruinen und kaputte Coca-Cola-Kühlschränke stecken geblieben sind. Das arme Wesen versucht, diesem Lebensraum zu entfliehen, ein offensichtlich mühsames Unterfangen. Das Wesen läuft davon, fällt immer wieder auf die Knie, steht wieder auf, es humpelt; an mehreren Körperteilen ist das Fell abgerieben, und an diesen kahlen Stellen werden Knochen aus Eisen sichtbar. Doch die Musik im Video scheint dem Geschöpf, Kraft für den Kampf zu geben. Am Anfang ein Störfaktor, wird sie immer energischer, bis die Kreatur anfängt, sich im Takt der Musik zu bewegen.

Die stilisierte Dokumentation thematisiert die Selbstverwirklichung eines fiktiven Mischwesens. Je wilder dieser Kampf wirkt, desto erfolgswürdiger erscheint der dargestellte Charakter.

Der Film vermittelt die Erfahrung eines schmerzhaften Weges zum Erfolg. Wir sind eingeladen, zwischen Empathie und Betroffenheit zu wandern und darüber nachzudenken, wovon unser eigenes erfolgsgeleitetes Handeln in der spätmodernen Gesellschaft abhängen kann. Inwiefern spielen die eigene Fleißarbeit oder auch die Abhängigkeit von Machtstrukturen eine Rolle? Eine Anspielung darauf ist auch der Titel des Werkes “Out the Mud”, ein US-amerikanischer Slangausdruck für die Idealvorstellung, es „allein aus dem Sumpf“ geschafft zu haben.

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#24Off_lineDiskurse über Zukunft – Bernd Kracke, Matthias Wagner K