Dekonstruktion
Objekt
Diane Häfner
Video: Lena Bils
The process of making myself monstrous

Diane Häfner setzt sich in ihrer Arbeit mit der Transformation menschlicher Körper auseinander. Die Idee der extremen Metamorphose der menschlichen Gestalt schöpft sie aus dem Filmgenre des Bodyhorrors und aus Filmen wie etwa „Die Fliege“ von David Cronenberg und „Dark Society“ von Brian Yuzna. Die grotesken Verformungen von Figuren lassen darüber nachdenken, was das Verlieren von Gestalt für den menschlichen Geist bedeutet und was nach der Deformierung des Leibes bleibt.

Häfners Porzellanplastiken entstehen durch einen experimentellen Umgang mit dem Material, das im nassen Zustand verformt wird. Die dadurch entstehenden Kurven und Röhren erzeugen einen entfernten Eindruck innerer Organe und Körperglieder. Dabei spielen für die Künstlerin die Formen, die für Stabilität und Haltung im Körper verantwortlich sind und die hier eine neue, ästhetisch irritierende Funktion erfüllen, eine besondere Rolle.

Die glänzende Oberfläche der Porzellanfiguren kontrastiert mit den blassrosa und bläulichen Tönen, ruft Erinnerungen an Zerfallsprozesse hervor. Die Plastiken wirken dadurch höchst fragil und unheimlich. Sie erzählen von einer Wandlung in einen unbekannten Zustand, von einer Transformation vom Körperlichen hin zum Abstrakten und zurück.

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