Paul Papes Arbeit ist stark geprägt von der Faszination für die Funktionalität von Messgeräten, aber auch für deren poetische Impräzisionen, die kleinen Abweichungen durch zufällige, nicht kontrollierbare Einflüsse. Seine Dust Pictures entstanden durch improvisierte Messungen mit einer selbstgebauten Staubfiltermaschine, die Pape an verschiedenen Orten – unter anderem etwa auch dem Offenbacher Hafen, dem zukünftigen Standort der HfG Offenbach – aufstellt. Die monochromen Staubbilder zeigen grau nuancierte Farbverläufe, die scheinbar leicht von links nach rechts über die Bildfläche flimmern – als versuchten sie, eine Botschaft zu übertragen, die jedoch kryptisch bleibt.
Der unmittelbare Nutzen der Maschinen bleibt bewusst unklar: Was hat hier eigentlich seine Spuren hinterlassen und zum Bild geführt? Was zeichnet sich ab und auf? In welcher Relation stehen die Faktoren dieses Prozesses zueinander? Was ließe sich aus den Kompositionen heraus-, und was in sie hineinlesen? Die Spuren legen sich wie eine Bildstörung auf die membranartigen Stoffe, die auf noch ungewisse Auswirkungen der menschlichen Mobilitäts- und Produktionsabläufe, auf die Luft und Atmosphäre der Zukunft verweisen könnte. Was atmen wir morgen, wenn die Katastrophen und Hoffnungen der Gegenwart zum Staub geworden sind, der sich zur neuen Imagination aufwirbelt?




























































#24Diskurse über Zukunft – Bernd Kracke, Matthias Wagner K