Wir befragen das Jahr 1970 – das Gründungsjahr der HfG Offenbach. Der Raum ist ein Zeit-Korridor, der die Zukunft in der Vergangenheit des Jahres 1970 aufspürt und die Gegenwart mit dem Blick aus dieser Zukunft befragt.






Die eine Wand, VISION, versammelt Zeitungsartikel, Manifeste, Dokumente zur Neuerfindung der Institution, die auch ein bildungspolitisches Engagement demonstrieren: Mit dem Studium an der Hochschule für Gestaltung wird die Aufgabe definiert, auf die Lebensbedingungen der Zeit über ihre Erzeugnisse, ihre Produkte und Werke einzuwirken. Der damalige Leiter Dieter Döpfner entwarf und forderte schlicht eine „ Schule für Umweltgestaltung“. Zwei Interviews mit Zeitzeugen geben der nicht konfliktfreien Neugründung der Schule ihre Stimme.
Die zweite Wand, 1970, beschwört den Geist einer Epochenschwelle, ein Atlas aus Diskursen, Moden, Sounds, Filmen, Politiken, Architekturen, Designobjekten und Kunstwerken. All diese Dinge verbindet, dass sie visionäre, revolutionäre und utopische Momente enthalten, die sich in einer jeweils eigenen Praxis verkörpern: Einer Praxis des Sich-Kleidens und -Einrichtens, der musikalischen Klänge und der Filmbilder, eine Praxis aus neuen Identitäts- und Sexualpolitiken, aus politischen Wendungen und Brüchen. Eine Socialsonics-Videoprojektion lässt die erregend neuen Sounds des Jahres hören und sehen.




Konzept Marc Ries, Kai Vöckler
Kurator, Produktion Marc Ries. Gestaltung: Michel Bütepage (Grafik)
Recherche, Koproduktion Patrick Raddatz, Petra Schmidt
Mitarbeit Sabrina Bock, Helene Brenner, Michaela Filla-Raquin, Lea Klemisch


















































#24Diskurse über Zukunft – Bernd Kracke, Matthias Wagner K