Klimawandel
Digitalisierung
Institutionskritik
Objekt
Installation
Un-Zu Ha-Nul Lee und Alexander Sahm
Video/CGI: Lixing Yang
Household Supplies for Overseas

Da die Grenzen des Fortschrittsoptimismus und die technologische Entwicklung als ambivalent zu begreifen sind, reflektieren Un-Zu Ha-Nul Lee und Alexander Sahm darüber, wie sich die Menschheit weiter transformieren könnte. In der Installation Household Supplies for Overseas wird eine imaginative Geschichte zukünftiger, neuer Wesen erzählt. Halb Fisch, halb Mensch sollen diese Lebewesen jeglichen binären Zuordnungen von Mensch und Maschine oder Natur und Kultur entfliehen und diese Zustände vielmehr verschmelzen lassen.

Die Arbeit besteht aus organisch und maschinell wirkenden Elementen. Das Silikon schafft zunächst eine Oberfläche, die einem Korallenriff ähnelt. Die irritierende Materialität verweist auf den Ursprung der Evolutionsgeschichte im Meerwasser. Die voneinander getrennten Gliedmaßen bleiben jedoch beweglich, womit ihre Übernatürlichkeit betont wird.

Wir treffen die Kreaturen, die im Zuge einer spekulativ gedachten Evolution geboren wurden, gelebt haben und gestorben sind, in dem Moment, in dem sie aus ihren Überresten wieder zusammengesetzt werden. Im Raum schwebend agieren Kopf, Flossen und unerkennbare Körperglieder als Erinnerungs- und Bedeutungsträger, die auf Grund ihres Werts öffentlich und museal präsentiert werden.

In der Installation wird der Umgang mit dem gespaltenen Verhältnis zum Fortschritt thematisiert und Verhältnis von Körperlichkeit und Technologie untersucht. Die Künstler:innen unternehmen den Versuch, die Menschen in ihren nächsten signifikanten Evolutionsschritten zu begleiten.

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