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Pia Graf
Sound: Mamiko Motto
Feed the Ghosted

Pia Graf widmet sich in ihrem psychedelisch anmutenden Animationsfilm dem Thema medialer Reizüberflutung und der Faszination eines übermäßigen Medienkonsums. Das an ikonische Gummischlauch-Animationen der 1920er-Jahre erinnernde Comic-Design ist geprägt durch ständiges Aufflackern und Einblenden neuer Bilder, wodurch der Eindruck visueller Überforderung entsteht. Der Titel “Feed the Ghosted“ mag auf den umgangssprachlichen Begriff des sogenannten Ghosting anspielen, bei dem eine Person jeglichen Kontakt abbricht. Das nach Aufmerksamkeit ringende Bildmaterial scheint sich dem Kontaktabbruch jedoch geradezu zu widersetzen und über seine schrille Präsenz Kontakt aufnehmen zu wollen.

Gleichsam erzeugen bizarre Gestalten durch ihre permanente Bewegung eine hypnotische, irisierende Sogwirkung und erinnern durch ihren popkulturellen Einschlag an zeitgenössische Musikvideos. Die im Mittelpunkt stehende Figur, erklärt Graf „ist ein glitzernder Alltagsheld inmitten einer chaotischen, virtuellen Welt”, von dem gleichzeitig eine gewisse Faszination und Anziehungskraft ausgeht.

Ergänzt wird der Kurzfilm durch einen Sound-Teppich der Komponistin, Klangkünstlerin und Mitbegründerin des Internetradios NTS, Mamiko Motto. Mal blechern, mal schrill, erzeugen die Klänge eine technoide, industriell anmutende Akustik und erzeugen Illusionen von Tiefe, Materialität und Raum.

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